Demokratie

Beschreibung

Die Europäische Union rühmt sich mit Werten der Gleichberechtigung – allerdings genießen EU Bürger*innen diese Werte nur in der Theorie. Seit Jahren verschlechtern sich Frauenrechte. Feminismus polarisiert in der EU. Zwar hat beispielsweise die spanische Regierung mit elf Ministerinnen und einem Frauenanteil von 60% den größten Frauenanteil in Europa, doch wächst der anti-feministische Widerstand stetig. Laut dem Gleichberechtigungsindex hat sich die Lage für Frauen seit 2005 kaum verbessert. Während die Gesundheitsversorgung Fortschritte macht und Frauen mehr Geld verdienen, bleiben Themen wie sexuelle Gewalt auf der Strecke. Jede dritte Frau hat physische oder sexuelle Gewalt erfahren. Gerade in Ungarn, Polen und Italien erwirken ultrakonservative Parteien einen Rückgang der Frauenrechte: Nationalistische Interessen gegen Migration sollen das Bild einer „traditionelle Familie“ aufrechterhalten, Gender Studien werden an Universitäten verboten, Frauenhäuser verlieren die Finanzierung und Abtreibungsgesetze werden verschärft.

Beschreibung

Vortrag mit Prof. Andrea Petö, Central European University, Budapest, Ungarn

Die Wahlen zum Europaparlament werden von Rechten und Anti-Gender-Bewegungen dazu genutzt werden, die liberalen Demokratien in Europa anzugreifen und grundlegend zu verändern. Das Feindbild „Gender-Ideologie“ bildet dabei den symbolischen Kitt zwischen verschiedenen religiösen, fundamentalistischen und politischen Kräften. Menschenrechte und die Gleichheit aller Geschlechter werden in Frage gestellt, gesellschaftliche Diskurse immer weiter nach rechts verschoben.

Ausgehend von aktuellen Entwicklungen im Ungarn des Viktor Orban analysiert Prof. Andrea Petö in ihrem Vortrag, was das Neue an diesen Angriffen auf feministische Errungenschaften ist. Sie zeigt auf, dass die Anti-Gender-Bewegungen eine nationalistische, neokonservative Antwort auf die Krise der globalen neoliberalen Weltordnung ist und dass es wichtig ist, sich ihr entgegenzustellen.

Andrea Petö, 54, ist Professorin für Gender Studies an der Central European University in Budapest und eine der profiliertesten Historikerinnen Ungarns. Ihre Arbeiten zu Gender, Politik, Holocaust und Krieg wurden in 18 Sprachen übersetzt. Sie forscht zurzeit am Institut für Zeitgeschichte der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Für die Heinrich-Böll-Stiftung hat sie eine feministische Einschätzung zur Niederschlagung des Aufstandes in Ungarn 1956 abgegeben.

Beschreibung

Fidel Castros Diktatur zu entfliehen lehrte Ileana Ros-Lehtinen die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Demokratie. In folgendem Video ist zu sehen, wie die kubanische Geflüchtete ihrem American Dream nacheifert und zur ersten Latina im US-Amerikanischen Kongress wird. Es werden Einblicke zu Ileana Ros-Lehtinens Erfahrung der Migration in die US und ihre Perspektive auf Demokratie gegeben.