Reproduktive Rechte

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Artikel und Publikationen

'Sex is not a crime': the women protesting Poland's new abortion law - The Guardian

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Seit Polen ein Gesetz verabschiedet hat, das Abreibungen verbietet, folgen die größten Proteste, die das Land seit vier Jahrzehnten erlebt hat. Frauen wehren sich gegen staatliche und religiöse Barrieren. Der Guardian begleitet Karolina Więckiewicz. Sie ist Anwältin und arbeitet für die Charity Abortion Without Borders. Das Projekt berät Frauen rechtlich und hilft ihnen, Abtreibungen sicher und legal im Ausland zu organisieren. Ihrer Meinung nach ist die wichtigste Aufgabe, Frauen zu bestärken, ihnen klar zu machen, dass sie nicht alleine sind und sie sich Scham und kirchlicher Autorität selbstbestimmt widersetzen können.

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Prof. Dr. Shalini Randeria, Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (OWM Wien), referiert zum Rückschlag gegen reproduktive Rechte, der Rückkehr des Pronatalismus.

Antifeministische und ultrakonservative Kräfte sind in ganz Europa auf dem Anstieg. Das hat besonders starke Auswirkungen auf reproduktive Rechte. Randeria erläutert Antinatalismus, dem Einschränken von Geburten, sowie Pronatalismus, dem Fördern von Geburten. Beide Konzepte sind entscheidende Einschnitte in die reproduktive Autonomie und verwoben mit Nationalismus und Rassismus. Randeria beginnt damit, festzustellen, dass reproduktive Rechte schon immer für viele Frauen aufgrund der Herkunft oder Klasse de facto eingeschränkt waren und nur einer privilegierten Minderheit zugesprochen wurden. Mit einem Fokus auf Pronatalismus erklärt Randeria das nationalistische Bestreben, weiße Familien zu vermehren und die Panik vor dem „Aussterben“ – eine Haltung, die zutiefst von Eugenik (Wissenschaft von der Verbesserung der Erbanlagen in der menschlichen Bevölkerung)  geprägt ist und immer gesellschaftsfähiger wird. Bevölkerungspolitik ist immer mit Fragen um Migration verknüpft. Nicht nur in osteuropäischen Ländern besteht dieses Phänomen – Randeria erläutert speziell Beispiele aus Dänemark, Schweden und Deutschland.

Abtreibung, ein Kinderspiel - PussyTerror TV - NightWash club

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Carolin Kebekus macht anhand eines knackigen Sketchs und inszeniertem Werbeclips deutlich, wie absurd der §219a ist. Kebekus bringt "klassische Frauenwitze" gekonnt ein, um zu verdeutlichen, dass der Paragraf in sich ein Widerspruch ist.

Doch was ist der Paragraf §219a? Auszug aus Paragraf 219a – die Nation muss bestehen, geschrieben am 1. März 2019 von Dr. Emilia Roig:

Im Kern geht es bei der Debatte rund um den Paragraphen 219a um die Frage, ob die reproduktiven Rechte und Autonomie der Frauen schwerer wiegen als ihre Rolle zur Aufrechterhaltung der Nation. Anders formuliert: warum werden die Körper von Frauen vom Staat kontrolliert?

Paragraf 219a im Strafgesetzbuch verbietet „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“. Ärzt*innen machen sich schon strafbar, wenn sie öffentlich Abbrüche anbieten.

Seit März 2018 ringt die Bundesregierung um einen Kompromiss, der schlussendlich [...] gefunden wurde. Mit der [...] Reform [seit 29. März 2019 in Kraft getreten] dürfen Ärzt*innen und Kliniken über die Tatsache informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Für weiterführende Informationen müssen sie allerdings auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen.

 

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Mit dem weltweiten Erstarken von rechtskonservativen und nationalistischen Bewegungen werden zunehmend auch bereits erkämpfte Rechte auf reproduktive Selbstbestimmung von Frauen massiv angegriffen. Jüngstes Beispiel ist Polen, wo das oberste Gericht das Abtreibungsrecht de-facto abgeschafft hat. Selbst bei schweren Fehlbildungen des Embryos wird ein Schwangerschaftsabbruch nun unter Strafe gestellt. Doch die beeindruckenden Proteste in Polen und die vielen feministischen Bewegungen weltweit geben Hoffnung. Eine der erfolgreichsten Protestbewegungen der letzten Jahre ist die irische Kampagne „Together for Yes“. In Irland kippte sie 2018 eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze Europas. Und auch Kampagnen wie „Women on Web“ versuchen Frauen weltweit bei Ihrem Kampf um Selbstbestimmung zu unterstützen.

Gemeinsam mit renommierten europäischen Aktivist*innen und Expert*innen wollen wir über die Situation in Europa - insbesondere in Polen und Irland sprechen und Strategien für reproduktive Gerechtigkeit und Frauenrechte diskutieren: Welche Erkenntnisse können wir aus den unterschiedlichen Kampagnen ziehen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Und wie können wir Europäer*innen national und transnational solidarisch agieren?

Mit:

  • Elzbieta Korolczuk, polnische Soziologin, Kulturwissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin, Polen
  • Dominika Kasprowicz, Vorstandsmitgleid Initiative Polnischer Frauenstreik
  • Orla O'Connor, Co-Direktorin von „Together for Yes“ und Direktorin des National Women’s Council of Ireland, Irland #
  • Rebecca Gomperts, Ärztin und Gründerin von Women on Waves und Women on Web, Niederlande
  • Moderation: Franziska Brantner, europapolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen, Deutschland
  • Grußwort: Ellen Ueberschär, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland

Dies ist die Auftaktveranstaltung der feministischen Kooperationsreihe „Europas starke Frauen“ – gefördert durch die Stiftung Frauen in Europa/TuWas Stiftung für Gemeinsinn.

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Es gibt Menschen, die können schwanger werden, und Menschen, die können nicht schwanger werden. Und es lässt sich schon bei der Geburt eines Kindes mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob es einmal zu der einen oder der anderen Sorte gehören wird. Die Entstehung patriarchaler Geschlechterhierarchien steht in Zusammenhang damit, den nicht gebärfähigen Menschen Zugang und Kontrolle über Kinder zu gewähren und Versorgungspflichten über Kinder sozial herzustellen. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, dass einige Menschen schwanger werden können und andere nicht? Welche Herausforderungen entstehen, wenn Debatten rund um Geschlecht nicht mehr entlang binärer Geschlechterlogik von Mann/Frau verlaufen? Über diese und weitere Fragen sprachen wir mit der Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp und dem Publikum.

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Sex ist schon lange keine Voraussetzung mehr, um Kinder zu kriegen. Doch nicht immer funktionieren technische Methoden. Für wen gilt eigentlich das proklamierte Recht auf Fortpflanzung? Werden wir befreit oder drohen neue Zwänge? Und wie begegnen wir den feministischen Herausforderungen der globalen Fortpflanzungsindustrie? Reproduktive Rechte werden im Mainstream oft verstanden als Recht auf Abtreibung und Verhütung. Schwarze Feminist*innen entwickelten dagegen einen breiteren intersektionalen Ansatz der Reproduktiven Gerechtigkeit. Welche Erfahrungen und Kämpfe stecken dahinter? Hengameh Yaghoobifarah im Gespräch mit Emilia Roig

Ulrike Geppert-Orthofer (DHV): "100 Jahre - Unsere Stimmen" - Deutscher Frauenrat

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Was bedeutet 100 Jahre Frauenwahlrecht für Hebammen? Die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands bezieht zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts Stellung. Es geht ihr vor allem um die Lohnungleichheit und die schlechte Versorgungssituation der Frauen* in Geburtshilfe.

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Der folgende Kurzfilm verfolgt 4 Frauen in verschiedenen Phasen ihrer Erfahrungen mit der Fruchtbarkeitsindustrie. Sei es, dass sie gerade erst vor der Entscheidung stehen, ihre Eizellen einfrieren zu lassen oder bereits Versuche einer Schwangerschaft über In-Vitro-Fertilisation machen. Es werden verschiedene Gründe für die Entscheidung, Eizellen einfrieren zu lassen, thematisiert und Einblicke gegeben, in den beliebter werdenden Trend, eine Schwangerschaft der eigenen Karriere hinten anzustellen, gegeben.