Doku

Coded Bias Official Trailer - Shalini Kantayya

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Beschreibung

Algorithmen, die heute schleichend und fast unsichtbar unseren Alltag begleiten, werden als neutral empfunden, da eine Maschine agiert. Ob wir beim Onlinekaufverhalten, am Smartphone oder auch bei der Jobsuche erkannt und kategorisiert werden, spielt dabei keine Rolle. Doch wer programmiert diese Algorithmen und dominiert die Tech-Branche? Die Antwort: Ein Großteil davon sind nach wie vor weiße Männer. Joy Buolamwini ist IT-Wissenschaftlerin am Massachusetts Institute for Technology, MIT in den USA. Als sie während des Studiums an einem Projekt mit einer Gesichtserkennungssoftware arbeitet, stellt sie als Schwarze Person fest: Ohne eine weiße Maske erkennt das Programm ihr Gesicht nicht. Später gründet sie die Algorithmic Justice League (AJL). Real analoge Diskriminierungsstrukturen übertragen sich somit auf die fortschreitende Digitalisierung: BIPoCs, Frauen, ältere Menschen etc. werden durch diskriminierende Algorithmen nicht erkannt, ausgeschlossen, falsch zugeordnet und Chancenungleichheit durch digitale Barrieren fortgeführt. Die Doku dient als Aufruf, privilegierte Machtstrukturen zu brechen und aufkeimende Technologie frühzeitig demokratisch zu ändern.

Beschreibung

Die 10-jährige Sophia wusste bereits mit 4 Jahren, dass sie ein Mädchen und kein Junge ist. Aus verschiedenen Perspektiven wird gezeigt, wie Menschen aus ihrem nächsten Umfeld damit umgegangen sind: Wie war das für ihre Eltern, ihre Brüder oder für Lehrende in der Grundschule? Was hat ihnen dabei geholfen und welche Fragen können dabei auftauchen. Wichtiger aber noch: Warum wollte Sophia so heißen? Was mag sie und was nicht? Und wie geht sie mit ihrer bevorstehenden Pubertät um? Die Dokumentation zeigt, dass Transgeschlechtlichkeit schon im frühen Alter ein Gefühl und auch eine selbstbestimmte Entscheidung sein kann.

Beschreibung

Drei Cis-Frauen und ein Mann in der Rolle des Partners berichten in persönlichen Interviews über ihre Schwangerschaftsabbrüche: Wie kam es dazu, was haben sie davor und danach gefühlt? Und welche Rückschlüsse konnten sie danach für sich ziehen?

Mit dabei ist die Youtuberin Laura (21), die mittlerweile selbst junge Mutter ist. Die Schuldgefühle nach dem Abbruch bespricht sie offen in ihrem Youtubekanal. Giovanna (31) war bei ihrem Schwangerschaftsabbruch in einer instabilen Liebesbeziehung. Jetzt ist sie Aktivistin für reproduktive Gerechtigkeit und befindet sich in einer Wunschschwangerschaft. Michaela (50) bereute ihre Entscheidung nie. Allerdings blickte sie anders zurück, als sie viele Jahre später erfuhr, dass sie keine Kinder bekommen kann. Andreas (60) begleitete damals seine Partnerin beim Schwangerschaftsbbruch, da er sich eine Lebensumstellung zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen konnte. In dieser Doku teilt er seine Perspektiven aus Sicht des Partners und als praktizierender Gynäkologe.

Beschreibung

Rebecca Gomperts ist Ärztin und Aktivistin. Sie bietet legale Schwangerschaftsabbrüche an Bord an und reist rund um die Welt dafür, da in vielen Ländern Schwangerschaftsabbrüche illegal sind — nicht aber außerhalb ihrer Hoheitsgewässer. Mit ihrem Projekt Women on Waves erhält sie immer wieder mediale Aufmerksamkeit, durch die sie wiederum häufig Anfeindungen durch Regierungs- oder Militärkräfte, Lebenschützer*innen und Abtreibungsgegener*innen erfährt. In Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innenorganisationen treibt sie dennoch die Debatte um die Legalisierung und Lockerungen der Gesetzte von Schwangerschaftsabbrüchen weltweit an. Mithilfe innovativer Technologien und Gesetzeslücken schafft sie es außerdem, Frauen und Personen mit Uterus anzuleiten, selbst sichere Abtreibungen nach WHO-sanktionierten Protokollen mit Pillen durchzuführen. Durch ergänzende Angebote wie Women on Web und Aid Access wird außerdem zur Sicherstellung von Informationen rund um den Schwangerschaftsabbruch beigetragen.

Beschreibung

Der Dokumentarfilm zeigt drastische Fälle der Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen in Europa. 2016 starb Valentina Milluzzo in Italien an einer Blutvergiftung. Obwohl bereits eins der Zwillinge im 5. Monaten starb und das andere sehr geringe Überlebenschancen hatte, verweigerten die Ärzt*innen in der Klinik den Schwangerschaftsabbruch. Sie begründeten dies mit dem noch hörbaren Herzschlag des anderen Zwillings. In Italien sind Abbrüche zwar legal möglich, jedoch dürfen Ärzt*innen aus „Gewissensgründen“ diese ablehnen. Man sollte dabei beachten, dass die meisten italienischen Geburtskliniken unter katholischem Einfluss stehen und rund 70 % diese Gewissensklausel wahrnehmen. Vier Jahre zuvor starb in Irland Savita Halappanavar in der 17. Schwangerschaftswoche ebenfalls an einer Blutvergiftung, weil auch ihr ein Schwangerschaftsabbruch trotz Fehlgeburt verweigert wurde. Irland hatte zu der Zeit eines der strengsten Gesetze gegen Schwangerschaftsabbrüche, das diese als illegal behandelt. Die Gesetze sind auch dort stark durch die katholische Kirche beeinflusst und verbaten Abbrüche selbst bei Vergewaltigung, Inzest oder kranken Föten. Nachdem der Fall von Halappanavar publik wurde, kämpften viele Aktivist*innen für eine Gesetztesänderung, die letztendlich im Mai 2018 zu einem Referendum führten.

Die österreichischen Filmemacher*innen wollten mit der Doku auch auf die dort geltende Gewissensklausel aufmerksam machen. Weiterhin zeigt diese Doku auch Fälle, in denen schwangere Personen aufgrund strikter und ambivalenter Gesetze gegen den Schwangerschaftsabbruch nah dem Tod entkamen, körperliche und seelische Folgen davon trugen oder immense Hürden und Wege auf sich nehmen mussten.

Beschreibung

Luisa Szabo und Theresa Berwian sind eine Woche lang in einer der führenden Abtreibungskliniken Süddeutschlands. Während dieser Zeit sprechen sie mit unterschiedlichen Patient*innen. Aus welchen Gründen treiben Personen ab und welche Unterstützung erfahren sie dabei, und von wem? Wie viel kann ein Schwangerschaftsabbruch kosten? Entgegen dem Vorurteil, dass vor allem Minderjährige einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen, haben in dieser Klinik 60 % der Patient*innen bereits Kinder und der Großteil ist zwischen 18-34 Jahre alt. Dennoch entscheiden sich kurz vor der Abtreibung 15 von 100 Schwangeren doch noch gegen den Schwangerschaftsabbruch. 

Die Doku gewährt vor allem Einblick in die medizinische Perspektive eines Schwangerschaftsabbruches: Wie können Föten in welchem Stadium aussehen? Wie können Schwangerschaften trotz Verhütungsmitteln wie der Kupferspirale geschehen? Welche Komplikationen können zu einem Schwangerschaftsabbruch führen? Welche Schritte kann es bei einem Schwangerschaftsabbruch, abhängig von der Methode, geben? Vor allem die Beweggründe des Arztes werden gezeigt: Was hat Friedrich Stapf, einer der bekanntesten Abtreibungs-Ärzte in Deutschland, motiviert, tagtäglich Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen?

"Ours to Tell" | Planned Parenthood + We Testify Video - Planned Parenthood

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Beschreibung

Brittany, Hannah, Nick und Ylonda haben etwas gemeinsam: sie alle haben sich in der Vergangenheit für eine Abtreibung entschieden und damit eine wichtige Voraussetzung für ihr selbstbestimmtes Leben gesetzt. Eine Abtreibung kann vielfältige Gründe haben: Finanzielle Schwierigkeiten, vorhandene Kinder, Kinderwünsche zu einem späteren Zeitpunkt, keinen Kinderwunsch, Lebensziele, Transition etc. Die Doku macht deutlich, dass ein Schwangerschaftsabbruch für marginalisierte Personen von hoher Bedeutung ist, da diese bereits während des Alltags oft viele Hürden zu Gesicht bekommen.

Ich habe abgetrieben - Repro Rechte

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Beschreibung

Der dokumentarische Kurzfilm entstand in Anlehnung an das stern-Cover aus dem Jahre 1971 (u. a. mit Alice Schwarzer) mit dem Titel „Wir haben abgetrieben“. Hinter dem „Wir“ standen 374 Cis-Frauen, die sich klar gegen den Paragrafen §218 stellten. Dieser beschreibt Schwangerschaftsabbrüche als Straftat. Mittlerweile können schwangere Personen unter Umständen den Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Ein „Muss“ ist dabei immer ein Beratungsgespräch bei vorgegebenen Stellen. Erst 72 Stunden danach darf der Abbruch erfolgen. Weiterhin ist es für durchführende Ärzt*innen laut Paragrafen §219a auch eine Straftat, wenn diese selbst Patient*innen über ihr Angebot dazu informieren. Anlass dieses Projektes war die Verurteilung der Frauenärztin Kristina Hänel, die neben anderen die Debatte zur rechtlichen und sozialpolitischen Lage in Deutschland mehr in die Öffentlichkeit brachte.