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Artikel und Publikationen
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Das Video zeigt einen kurzen Ausschnitt eines Theaterstücks des Theaters thikwa und des feministischen Kollektivs hannsjana, in dem humorvoll Hürden für das Elternwerden und der Wunsch nach reproduktiver Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung thematisiert werden.

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In diesem Video geht es um (sexuelle) Selbstbestimmung, Verhütung, Sterilisation und den Wunsch nach Elternschaft von Menschen mit Behinderungen. Es geht darum, dass bis heute trotz entsprechenden rechtlichen Regelungen in Deutschland und Österreich Menschen mit Behinderungen sterilisiert werden, ohne das wirklich selbstbestimmt entschieden zu haben. Zwei Journalistinnen der Redaktion Andererseits berichten hier darüber, dass Ärzt*innen das Recht teilweise nicht gut genug kennen, es oft fehlende Informationen für und über Menschen mit Behinderungen gibt und damit einhergehend fehlende Barrierefreiheit, fehlender Schutz vor Gewalt und fehlende Aufklärung. Insgesamt wird eine mangelhafte Datenlage festgestellt und betont, dass es viele Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen in Hinblick auf selbstbestimmte Elternschaft gibt. Für diese Recherche haben die Journalistinnen mit über 100 Menschen im deutsch-sprachigen Raum gesprochen und damit die umfassendste Recherche zu Sterilisation und Verhütung von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten in diesem Kontext gemacht. In dem Video kommen Menschen mit Lern-Schwierigkeiten zu Wort, die zu ihrem Kinderwunsch und ihren Erfahrungen im Kontext der Sterilisation interviewt wurden. Außerdem kommen auch Ärztinnen zu Wort, die beispielsweise darum gebeten wurden, Sterilisationen vorzunehmen. Ein Prüfer der Vereinten Nationen spricht darüber, dass Österreich und Deutschland im Rahmen der Staatenprüfung der UN die Behindertenrechtskonvention nicht umfassend umsetzen, da z.B. noch solche Sterilisationen ohne Einwilligung stattfinden.

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In diesem Video erklärt Loretta J. Ross als eine der Mitbegründerinnen den Ursprungsgedanken Reproduktiver Gerechtigkeit und führt aus, welche grundsätzlichen Forderungen das Konzept beinhaltet. Sie betont dabei eine systemische Kritik an struktureller Ausbeutung durch Kolonialismus und Kapitalismus.

Transkript

Wenn es um Reproduktive Gerechtigkeit geht, fängt man am falschen Ende an, wenn man bei der Schwangerschaft ansetzt. Man muss bei dem ansetzen, was im Leben einer Person vor der Schwangerschaft geschieht. 

Mein Name ist Loretta Ross und ich bin Aktivistin für Reproduktive Gerechtigkeit und Menschenrechte. Ich war eine von zwölf Schwarzen Frauen, die den Begriff „Reproduktive Gerechtigkeit“ mitgeprägt haben, als wir reproduktive Rechte und soziale Gerechtigkeit miteinander verbanden. Schon lange bevor eine schwangere Person überhaupt wusste, dass sie schwanger war, gab es in ihrem Leben Probleme basierend auf sozialer Ungerechtigkeit. Denn wenn sie unter Wohnungsunsicherheit litt, Angst hatte, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, oder Gewalt in ihrem Leben fürchtete, würde dies darüber entscheiden, ob sie eine ungeplante Schwangerschaft behalten würde oder nicht. 

Kurz gesagt: Reproduktive Gerechtigkeit basiert auf drei Grundprinzipien: Jeder Mensch hat das Recht, kein Kind zu bekommen und Verhütungsmittel, einen Schwangerschaftsabbruch oder Enthaltsamkeit zu wählen, wenn das für die jeweilige Person das Richtige ist. Und wir müssen für das Recht kämpfen, die Kinder zu bekommen, die wir haben wollen - das ist der zweite Grundsatz. Daraus entstand eine ganze Bewegung namens „Birth Justice“, bei der es darum geht, die Bedingungen zu gestalten, unter denen wir Kinder bekommen. Der dritte Grundsatz lautet: Sobald das Baby geboren ist, kämpfen wir für das Recht, unsere Kinder in einer sicheren und gesunden Umgebung großzuziehen. Zehn Jahre nach 1994 fügte die LGBT-Bewegung einen vierten Grundsatz hinzu, der sich auf körperliche Selbstbestimmung, Geschlechtsidentität und sexuelle Lust bezieht.

Es überrascht mich nicht, dass sich die reproduktive Gerechtigkeit aus den reproduktiven Erfahrungen Schwarzer Frauen herausgebildet hat, denn als wir aus Afrika entführt und hierher gebracht wurden, um als Strategie zum Vermögensaufbau für den Kapitalismus Kinder zu gebären, wurden unsere Kinder hoch geschätzt. Doch genau dieses Produkt des Mutterleibs wurde nach der Sklaverei problematisiert und kriminalisiert. Mir liegt sehr viel daran, dass die Menschen ihre gesamte Welt durch den Rahmen der Menschenrechte betrachten, denn es spielt keine Rolle, unter welchem wirtschaftlichen oder sozialen System man lebt. Denn wenn es deine Menschenrechte schützt, ist das das System, an dessen Aufbau du arbeiten musst. Wenn es deine Menschenrechte verletzt, ist das das System, an dessen Abschaffung du arbeiten musst.

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Aufzeichnung der Buchvorstellung von Alicia Beier, Gynäkologin und Co-Gründerin von Doctors for Choice Germany, „Das Patriarchat im Uterus“, 2025 und Sibel Schick, Journalistin, Podcasterin, „Mein Körper – wessen Entscheidung?“, 2026 moderiert von Anthea Kyere, Antidiskriminierungsberaterin, am 24.03.2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

Reproduktive Selbstbestimmung hängt auch in Deutschland stark mit den Grundfragen sozialer Gerechtigkeit zusammen: Was kostet ein Schwangerschaftsabbruch und wie komme ich an die nötigen Informationen, um eine Praxis oder Klinik zu finden, in der ich schnell, zugewandt und professionell behandelt werde? Wie und wohin wende ich mich, wenn ich Gewalt erlebe und Schutz brauche? Wie kann ich mir genug Wohnraum leisten, um ein Leben mit den Kindern zu führen, die ich schon habe oder mir wünsche? Wie kann ich mir sicher sein, dass meine Kinder ohne Diskriminierung und mit der Unterstützung aufwachsen, die sie im Laufe ihres Lebens benötigen? Zu all diesen Fragen gehört auch, wer in Deutschland eigentlich als Elternteil gedacht wird, wem das Kinderkriegen ermöglicht werden soll und wem nicht. Rassifizierte, behinderte, queere und arme Menschen erleben oft, dass ihnen das Kinderkriegen abgesprochen und ausgeredet oder es gar strukturell verhindert wird. Alicia Baier und Sibel Schick analysieren in ihren Büchern die patriarchalen und diskriminierenden gesellschaftlichen Strukturen, die Selbstbestimmung verhindern. Moderiert von Anthea Kyere lud der Abend dazu ein, über reproduktive Gerechtigkeit als gesellschaftliche Aufgabe und politische Forderung zu sprechen: über feministische Perspektiven auf Selbstbestimmung, rechte Körperpolitiken, Solidarität und die Frage, wie Selbstbestimmung jenseits von Tabuisierung, Stigmatisierung und Ungleichheit möglich wird.

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Beschreibung

Das Erklärvideo beschreibt aus Sicht einer Betroffenen, wie die weibliche Genitalverstümmelung (engl. "Female Genital Mutilation/Cutting", kurz FGM/C) das eigene Leben verändert hat – und welcher Schlüssel Aufklärung im Leben anderer Menschen dabei spielen kann.

Was ist der Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung? 

Der Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung informiert über die Strafbarkeit von weiblicher Genitalverstümmelung, auch bei einer Durchführung im Ausland. Es geht weiterhin um den möglichen Verlust des Aufenthaltstitels. Das Dokument dient vor allem dem Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung in den Herkunftsländern während der Ferienzeiten. Er kann im Reisepass mitgeführt werden. 

Der kleine Schutzbrief kann außerdem Familien helfen, sich dem gesellschaftlichen und familiären Druck in den Herkunftsländern entgegen zu stellen. Zielgruppe sind primär die bedrohten Mädchen und ihre Familien. Weiterhin dient der Schutzbrief aber auch zur allgemeinen Aufklärung. 

Zum Schutzbrief

Beschreibung

Sollte das Video oben nicht richtig angezeigt werden, geht´s hier zum Video auf Youtube.

Patrick Catuz spricht in der ersten Folge seines Podcasts "Du musst dein Leben ändern" über die aktuelle Situation von Männern und Männlichkeiten. Zum Auftakt seines Podcasts erklärt er aktuelle Missstände, die von Männern verursacht sind, und/oder die Männer benachteiligen. Er gibt Statistiken aus Österreich und Deutschland wider und kontextualisiert diese. Wie man dagegen vorgehen kann und Lösungen finden kann, bespricht er dann in weiteren Episoden mit anderen Personen.