Fachgespräch Rassifizierung von Männlichkeiten - Heinrich-Böll-Stiftung

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Nicht nur rechtsextreme Männer greifen auf Rassismen zurück, auch bürgerliche Männer reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen mit Abgrenzung vom imaginierten anderen Mann. Rassifizierte Männlichkeiten und Unterschichtsmännlichkeiten werden als archaisch und unbeweglich beschrieben. Der Abstand zu den als anders definierten Männlichkeiten scheint der Gradmesser der eigenen Emanzipation bürgerlicher Männer zu sein. Özcan Karadeniz thematisiert in seinem Vortrag die Vergeschlechtlichung von Rassifizierung und die Konstruktion einer weiß-bürgerlichen männlichen Norm in Abgrenzung zu veranderten Männlichkeiten.

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Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.

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Am 02. März 2018 sprach die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit Expertinnen aus Kenia und Deutschland über die Stärkung von Frauenrechten durch fairen Handel (Das Gespräch fand auf Englisch und Deutsch statt). Anlässlich des internationalen Frauentages wurde zur Podiumsdiskussion zum Thema: „Frauenrechte durch fairen Handel stärken“ eingeladen. Am Beispiel der Blumen- und Textilproduktion wurde mit Expertinnen und dem Publikum über die Möglichkeiten und Herausforderungen des fairen Handels und dessen Auswirkungen auf die Rechte von Frauen gesprochen.

Frauen stellen die Hälfte der Beschäftigten im ostafrikanischen Blumensektor. Die Arbeitsbedingungen sind meist schlecht und durch zahlreich eingesetzte Pestizide sind sie enormen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Auch in der Bekleidungsindustrie ist ein Großteil der Textilarbeiter*innen weiblich. Arbeit zu Hungerlöhnen unter miserablen Bedingungen bei fehlendem Schutz ist in Fabriken in Bangladesch oder Myanmar an der Tagesordnung. In öffentlichkeitswirksamen Kampagnen fordern Frauen in der Textilbranche daher die Stärkung von Frauen- und Arbeitsrechten. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten werden Frauen dabei unterstützt, in eine verbesserte Arbeitssituation eintreten zu können.

Es diskutierten:

  • Esther Nyambura Juma, Mitarbeiterin der Fairtrade Bigot Flowers Rosenfarm in Kenia
  • Serah Mwangi aus Kenia, Referentin für Geschlechtergerechtigkeit bei Fairtrade Africa
  • Anna Grasemann, Bildungsreferentin für saubere Kleidung bei FEMNET e.V.
  • Moderation: Christel Riemann-Hanewinckel, Vorsitzende des Verwaltungsrates des Kindernothilfe e.V.

Diskussionspunkte:

  • 0:00 Input Esther Juma, Mitarbeiterin einer Fairtrade-Rosenfarm in Kenia
  • 3:57 Input Serah Mwangi, Referentin für Geschlechtergerechtigkeit bei Fairtrade Africa
  • 7:32 Input Anna Grasemann, Bildungsreferentin für saubere Kleidung bei FEMNET e.V.
  • 15:29 ein typischer Arbeitstag als Rosenfarmerin und Mutter
  • 16:15 Temperaturen und Arbeitsablauf auf Rosenfarm
  • 17:00 Warum Rosen aus Afrika? Wasserverbrauch
  • 21:35 Sind Fairtradeunternehmen Genossenschaften oder privat?
  • 22:36 Welche Strategien bewegen Handel und Modeketten zum Umlenken

Climate change is not gender neutral feat. @OurChangingClimate - zentouro

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Die Klimakrise wirkt sich nicht auf alle gleich aus. Gender, Wohnort, Einkommen oder andere Faktoren sind entscheidend. Auch Maßnahmen gegen die Klimakrise sind nicht geschlechterneutral. Zentouro gibt eine Einführung in ökofeministische Anliegen. Was ist die sogenannte „Agricultural gender gap“? Und welche Bedeutung haben Bildung und Familienplanung im Klimakontext?

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Was bedeutet Othering?

Othering leitet sich von dem englischen Begriff "other" ("andersartig") ab. Othering beschreibt, wenn eine Gruppe oder eine Person sich von einer anderen Gruppe abgrenzt, indem sie die nicht-eigene Gruppe als andersartig und fremd beschreibt. Dies geschieht in der Regel innerhalb eines Machtgefälles: die als anders Beschriebenen sind von Diskriminierung betroffen und haben deswegen wenig Möglichkeiten, sich gegen die Zuschreibung zu wehren. (Für weitere Informationen zur Definition, siehe hier) Entstanden ist das Konzept im Kontext der postkolonialen Theorie, vor allem von Edward Said und Gayatri C. Spivak geprägt.

In dieser Rosapedia-Folge erklärt Rosa Mag wo der Begriff her kommt und was er bedeutet.

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Der folgende Kurzfilm verfolgt 4 Frauen in verschiedenen Phasen ihrer Erfahrungen mit der Fruchtbarkeitsindustrie. Sei es, dass sie gerade erst vor der Entscheidung stehen, ihre Eizellen einfrieren zu lassen oder bereits Versuche einer Schwangerschaft über In-Vitro-Fertilisation machen. Es werden verschiedene Gründe für die Entscheidung, Eizellen einfrieren zu lassen, thematisiert und Einblicke gegeben, in den beliebter werdenden Trend, eine Schwangerschaft der eigenen Karriere hinten anzustellen, gegeben.

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Ungewollt schwanger - und jetzt? Reporterin Ariane möchte herausfinden, was auf sie zukommen würde, wenn sie ungewollt schwanger wäre. Für ihre Recherche denkt sie sich ein realistisches Szenario aus: 21 Jahre alt und ungewollt schwanger nach einem One-Night-Stand. Sie begibt sich auf den Weg von der Beratung bei profamilia über die Recherche nach einer Praxis hin zum Termin des Schwangerschaftsabbruches. Sie klärt allgemeine, rechtliche und gesellschaftliche Fragen zum Thema mit Expert*innen und reist für die Antworten auf ihre Fragen von München bis Berlin. Laut §218 im Strafgesetzbuch ist eine Abtreibung verboten. Es gibt allerdings Bedingungen, unter denen ein Schwangerschaftsabbruch straffrei bleibt: Ein Schwangerschaftsabbruch kann bis zur zwölften Woche nach Empfängnis unter der Voraussetzung einer staatlich anerkannten Beratung und der Erklärung, dass ein Kind die Schwangere in eine "unzumutbare Notlage" bringen würde, durchgeführt werden. Die Entscheidung liegt am Ende bei der schwangeren Person selbst. Knapp 95.000 Frauen haben in Deutschland nach einem Beratungsgespräch wie dem bei profamilia im Jahr 2016 abgetrieben. Schwangerschaftsabbrüche werden im Alter zwischen 15 und 45 Jahren durchgeführt, die meisten Frauen sind aber zwischen Ende zwanzig und Mitte dreißig. Was sind die häufigsten Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch? Welche Methoden gibt es? Woher erfahre ich, wer einen Schwangerschaftsabbruch durchführt und wo befinden sich die Anlaufstellen? Welche Unterschiede gibt es zwischen Stadt und ländlichen Regionen bei der Aufsuche von Praxen? Was bedeutet es für Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und welche rechtlichen Konsequenzen hat es, darüber zu informieren? Es geht um den §219a, die Kosten, und die Schwierigkeiten, die Frauen im Prozess des Schwangerschaftsabbruchs begegnen.