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Rebecca Gomperts ist Ärztin und Aktivistin. Sie bietet legale Schwangerschaftsabbrüche an Bord an und reist rund um die Welt dafür, da in vielen Ländern Schwangerschaftsabbrüche illegal sind — nicht aber außerhalb ihrer Hoheitsgewässer. Mit ihrem Projekt Women on Waves erhält sie immer wieder mediale Aufmerksamkeit, durch die sie wiederum häufig Anfeindungen durch Regierungs- oder Militärkräfte, Lebenschützer*innen und Abtreibungsgegener*innen erfährt. In Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innenorganisationen treibt sie dennoch die Debatte um die Legalisierung und Lockerungen der Gesetzte von Schwangerschaftsabbrüchen weltweit an. Mithilfe innovativer Technologien und Gesetzeslücken schafft sie es außerdem, Frauen und Personen mit Uterus anzuleiten, selbst sichere Abtreibungen nach WHO-sanktionierten Protokollen mit Pillen durchzuführen. Durch ergänzende Angebote wie Women on Web und Aid Access wird außerdem zur Sicherstellung von Informationen rund um den Schwangerschaftsabbruch beigetragen.

#zuhauselesen mit Olivia Wenzel - Heinrich-Böll-Stiftung

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In der fünften Episode von #zuhauselesen findet Autorin Olivia Wenzel es stark, dass die Debatten über rassistische Polizeigewalt aus den USA nach Deutschland übergeschwappt sind, obwohl es hier auch so genug Gründe gegeben hätte, vehement zu protestieren. Sie liest aus ihrem Debütroman “1000 serpentinen angst”.

Olivia Wenzel ist in Weimar geboren, studierte Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim und lebt in Berlin. Sie schreibt Theaterstücke und ist als Performerin aktiv: Zuletzt führte sie in Dark Light Dark auf der Burg Hülshoff das Publikum durch ein krudes, postkoloniales Biedermeiermuseum, davor kollaborierte sie mit der Theatergruppe vorschlag:hammer für "Die Erfindung der Gertraud Stock".  Neben dem Schreiben arbeitet sie in Workshops gern mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Außerdem macht sie hin und wieder Musik, zuletzt als Otis Foulie. Im März 2020 erschien ihr Debütroman "1000 serpentinen angst" im S. Fischer Verlag. Zusammen mit Anh Trieu und Philipp Rühr hat sie ein Musikvideo zu ihrem Buch gedreht.

Ein Jahr nach Hanau - Gedanken zu Deutschland von Leila El-Amaire - Heinrich-Böll-Stiftung

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Für Leila El-Amaire braucht es ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau klare politische Konsequenzen, proaktive Aufklärung und echte Solidarität auf Augenhöhe – den Betroffenen muss zugehört werden und ihre Sorgen und Forderungen müssen ernstgenommen werden.

Am 19. Februar 2020 tötete ein Rechtsextremist zehn Menschen in Hanau. Es war der dritte rechtsterroristische Anschlag in Deutschland innerhalb von neun Monaten nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 1. Juni 2019 und dem Attentat in Halle am 9. Oktober 2019.

Ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat die Heinrich-Böll-Stiftung Künstler*innen und Aktivist*innen gefragt, was sich in Deutschland ändern muss, um rechten Terror in Zukunft zu verhindern. Was wünschen sie sich ein Jahr nach Hanau von der Politik? Wie kann rechter Terror bekämpft und Betroffene besser geschützt werden? Und was kann jede*r einzelne tun, um für eine solidarische Gesellschaft der Vielen einzustehen?

In Solidarität mit den Angehörigen, Überlebenden und Betroffenen und in Gedenken an Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Spaltet Gendern die Gesellschaft? StudioM - MONITOR - Monitor

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Georg Restle diskutiert mit Journalistin Şeyda Kurt, Schriftsteller Nele Pollatschek und Prof. Gesine Schwan, Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, über das Gendern. Wie ist der Weg zu genderneutraler Sprache? Ist sie nötig? Kann das Gendersternchen helfen, Diskriminierungen entgegenzutreten? Stehen materielle Ungerechtigkeiten vor sprachlichen? Spaltet die Gender-Debatte?

„Jeder Satz, den ich benutze, ist politisch“, sagt Journalistin Şeyda Kurt. Sie betont, dass wir alle gendern, unsere Sprache ist immer vergeschlechtlicht – meistens eben zugunsten der maskulinen Form. Das generische Maskulinum macht die Vielfalt der Gesellschaft unsichtbar und führt sprachliche Gewalt fort. So ist Sprache keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für eine gerechte Gesellschaft.

Hingegen plädiert Nele Pollatschek: „Der Weg zu Gleichheit ist Gleichheit – gleiche Formen für alle“. Sie bezeichnet sich selbst als Schriftsteller und sieht eine „zwanghafte Markierung in Sprache“ als diskriminierend und hierarchisierend. Dabei ist die Endung „in“ diskriminierend und soll abgeschafft werden. Sie führt das englische Beispiel an, das die weiblich markierte Form ablehnt. Pollatschek sieht sich damit in der radikal feministischen Tradition.

Hingegen argumentiert Gesine Schwan, dass das Gendern spaltet und sich die Gesellschaft somit auch in kollektive Identitäten spaltet. Für Kurt ist die Spaltung ohnehin existent und es geht in der Debatte eher darum: „Wer darf was sagen? Wer darf mich kritisieren?“

Slamtext "Pizza Margherita" von Sven Hensel - meinTestgelände

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„[Meine Eltern] sagen immer, ich sei wie eine Pizza Magherita, denn ich habe nichts drauf.“

Svens Eltern leben das heteronormative Leben vieler Leute. Leider gehört dazu oft auch ein fehlendes Verständnis und Toleranz für die sexuelle Selbstbestimmung der eigenen Kinder. Sven erlebte das tagtäglich: Nicht nur, dass sie ihn generell wenig schätzten und ihn auf seinem eigenen Weg nicht unterstützten, sondern auch, dass sie sein Schwulsein nicht ernst genommen haben. In einem Poetry Slam drückt er Frust und Wut aus, die er durch die Einschränkungen und verletztenden Worte seiner Eltern erlebt hat. Vor allem aber zeigt er, dass er es sehr wohl drauf hat und jeder Mensch die Freiheit haben sollte, sich selbst zu entfalten.

Sven hat sein Werk im Rahmen des Fachtags 2018 „Wie ich es sehe“ zum fünften Geburtstag von meinTestgelände im BMFSFJ performt.

Lidia - Ich bin meine eigene Marionette - meinTestgelände

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Die Poetry Slammerin Lidia musste früh erwachsen werden. Als Waisenkind, das nicht in (Geschlechter-)Normen passt und Depressionen hat, wurde sie ständig gemobbt und hat Hassreden (hate speech) erfahren. Trotz allem zeigt sie, dass einen das alles nicht brechen muss, sondern Betroffene im Gegenteil sogar stärker machen kann - auch wenn es nicht immer leicht ist. Sie behandelt außerdem Themen der Freund*innenschaft, Vertrauen anderen und sich selbst gegenüber und die eigene Selbstfindung.

Sommerkörper - Chai mit Chale ShouShou - Chaimitchaleshoushou

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In vertrauter, persönlicher Atmosphäre schlürft Chale ShouShou mit ihren Zuschauer*innen Chai-Tee und spricht über Liebe, Sexualität, Beziehungen und Rassismus. In der ersten Folge geht es um das Phänomen des „Sommerkörpers“. Bilder auf den eigenen Körper gehen einher mit einer Art Entschuldigung für das eigene Dasein. So verspüren alle ein beschämtes, unsicheres Gefühl, egal welchen Körper sie haben. Chale ShouShou ermutigt dazu

„sich selbst zu gestatten, perfekt zu sein“

– in jedem Körper und in jeder Jahreszeit.

GRRRLs Voice: Was glaubst du, wer du bist?! - meinTestgelände

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Die GRRRLs Voice haben für den Frauentag ein Videobotschaft produziert, die auf die Selbstbestimmung von Mädchen* und Frauen* aufmerksam machen soll. Egal, ob es um Vorurteile, verbale Beleidigungen oder Sexismus geht — Mädchen* und Frauen* werden meist nicht ernstgenommen, insbesondere wenn sie nicht ins Klischee oder eben genau in diese Klischees fallen. Niemand hat das Recht, ihnen ihre eigenen Rechte und Freiheiten abzusprechen oder Macht auf sie auszuüben.