"Männer kriegen keine Kinder!?" - Hot Take über Klischees in der Geburtshilfe - Initiative Klischeefrei

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In dem Erklärvideo der "Initiative Klischeefrei" geht es um Geschlechterklischees im Berufsfeld Geburtshilfe. Die männliche Hebamme Tobi spricht über Erfahrungen und Stereotype, auf die er gestoßen ist und was den Beruf besonders macht.

Gute Zeiten, Pflege-Zeiten | Kino-Premiere "Equal Care Day" - Bundeszentrale für politische Bildung / bpb

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Die Jugendlichen Vanessa, Milena, Marco, Noah und Timo treffen sich in einer Freizeitwoche. Typisch für das Alter, dreht sich vor allem alles um die Frage: Was gibt es hier für süße Jungs und Mädels? 

Im Rahmen eines Workshops schrieben die Jugendlichen ein eigenes Drehbuch und waren auch selbst vor der Kamera als darstellende Personen. Der Film klärt über die unsichtbare Care-Arbeit auf, insbesondere im Förderbereich für Menschen mit Behinderungen und/oder Beeinträchtigungen. Zentraler Fokus liegt außerdem auf der Thematik der sexuellen und Liebesgefühle bei Menschen mit Behinderungen und/oder Beeinträchtigungen.

«Marx imagined a totally asexual worker» - Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Silvia Federici, eine der prominentesten marxistischen Feminist*innen, analysiert die Unsichtbarmachung von Frauen in Marx‘ Schriften und im marxistischen Verständnis von Arbeit. Sie spricht über die Rolle der Hausarbeit und Sorgearbeit, die Mechanisierung des Körpers und die Bedeutung der Kontrolle über Körper im Kapitalismus. Sie erklärt, dass Reproduktion von Arbeitskraft eine Kernaufgabe von Frauen ist und warum der Kapitalismus Sexismus braucht.

Der 'Equal Care Day' in 1'40 erklärt.  - #EqualCareDay - Equal Care Day

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Seit 2016 macht der bundesweite Aktionstag am 29. Februar bzw. 1. März auf die ungleich verteilte Care-Arbeit (bzw. Sorge- und/oder Pflegearbeit) aufmerksam. Es geht um die Sichtbarmachung dieser oft nicht ernst genommenen Arbeit. Egal, ob es um die Care-Arbeit zuhause, in der Erwerbstätigkeit oder Freizeit geht: Geschlechterrollen prägen nach wie vor ungleiche Verhältnisse, Bezahlung und Wertschätzung. Die Initiator*innen Sascha Verlan und Almut Schnerring erklären euch in diesem Video kurz und knapp, was es mit dem Equal Care Day auf sich hat.

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Auf der ganzen Welt tragen Frauen 75% der unbezahlten Arbeit, speziell die Kinderversorgung, das Kochen, das Reinigen oder die Landwirtschaft. Ohne diese Arbeit könnte eine Gesellschaft nicht bestehen. Doch unbezahlte Care-Arbeit ist häufig unsichtbar. Sie sollte als Teil der Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts genutzt werden, um diese mehr wertzuschätzen. Würde dies geschehen, wäre die Wichtigkeit von Care-Arbeit deutlich: Zum Beispiel würde in Tanzania unbezahlte Care-Arbeit 63% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. In der Schweiz würde Care-Arbeit im Bruttoinlandsprodukt den Wert von Banken und der Versicherungsindustrie einnehmen.

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Die Vorstellung, dass Frauen die besseren Eltern seien und eine natürlich stärkere Bindung zu Kindern haben, ist weit verbreitet. Gibt es einen chemischen Hintergrund dafür? Mai Thi Nguyen-Kim geht dieser Frage anhand chemischer, anthropologischer und psychologischer Erläuterungen auf den Grund.

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin hat eine wichtige Bedeutung in der Schwangerschaft und fördert Wehen und Milchbildung. Auch beim anderen Elternteil wird das „Kuschelhormon“ erhöht – sowohl bei der Geburt des Kindes und sechs Monate später: Zu diesem Zeitpunkt war der Oxytocinspiegel bei beiden Eltern gleich hoch. Bei Vätern bzw. dem anderen Elternteil kann das durch Zeitverbringen, Fürsorgen oder Spielen mit den Kindern geschehen. Auch bei homosexuellen Paaren sind die Level gleich hoch. Außerdem soll die Vater- bzw. Elternschaft (der nicht schwangeren Person) den Testosteronspiegel senken. Bei Gehirnscans zeigte sich, dass eine Region im Gehirn, die für die Emotionsverarbeitung zuständig ist, aktiver wird, wenn Zeit mit Kindern verbracht wird – das geschieht stärker bei dem Teil der Familie, der sich stärker um das Kind kümmert. Bei heterosexuellen Paaren ist das häufig die Person in der Mutterrolle. Bei homosexuellen Paaren hingegen, ist schlichtweg die Person, die am meisten Zeit mit dem Kind verbringt. So hat Geschlecht keinen Einfluss darauf, sondern die Zeit, die aktiv mit dem Kind verbracht wird. Sie wirkt sich darauf aus, wie körperliche chemische Vorgänge sich auf die Fürsorge auswirken.

Mai Thi Nguyen-Kim spricht außerdem mit Natalia Reagan, Dozentin für Anthropologie und Primatologie und Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Entwicklungspsychologe. Sie sind sich einig: Väter können chemisch genauso gute Eltern sein wie Mütter – auch wenn es noch zahlreiche gesellschaftliche Hürden gibt wie die Gender Pay Gap und unterbezahlte Care-Arbeit.öäü

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Künstliche Intelligenz (KI) begleitet uns längst im Alltag, zum Beispiel auf unseren Smartphones. Doch KI ist nicht nur eine super coole Unterstützung, die uns das Leben vereinfacht und uns die Musik vorschlägt, die wir mögen. KI reproduziert auch Stereotype und ist sogar rassistisch und diskriminierend. Dabei sind Personen, die von mehreren Diskriminierungsformen, also intersektional, gleichzeitig betroffen sind, noch verstärkter betroffen.

Lange Zeit musste beispielsweise Joy Buolamwimi eine weiße Maske auf der Arbeit tragen, um einen Roboter trainieren zu können - ihre weißen Arbeitskolleg*innen mussten dies nicht. Warum? Weil die darunterliegende KI nur weiße Gesichter erkennen konnte. Die Polizei arbeitet bereits mit Facial Recognition Software, also Gesichtserkennung. Dies ist hoch problematisch, da die Software sehr fehlerhaft arbeitet. In diesem Jahr wurde im US-Bundesstaat Michigan ein Schwarzer Mann fälschlicherweise zu einer Strafe verurteilt, da ihn eine Gesichtserkennungs-Software als Täter identifiziert hatte. Auch in Deutschland spielt Gesichtserkennung eine zunehmend wichtige Rolle, ob beim G20 in Hamburg oder am Berliner Bahnhof Südkreuz. In einer Studie untersuchte Joy Buolamwimi zusammen mit ihrer Kollegin Timnit Gebru Geschlechtserkennungssysteme, eine Software, die besonders für trans* und nicht-binäre Personen gefährlich sein kann.